VƯƠNG VĂN THẠO

Während der letzten zehn Dahre sind viele der Arbeiten von Vuong Van Thao, einschließlich seiner Kunstobjekte, Installationen und Fotografien, eng mit dem Thema Hanoi verbunden. 2006 produzierte er eine collagenartige Fotoserie unter dem Titel Eine friedliche Stadt, für die er ländliche Motive in Abbildungen von Hanois belebtesten und beliebtesten Orte einbaute. In dieser Serie brachte der Künstler seine Träume von einem ruhigen Ort in der überbevölkerten, übermotorisierten und luftverschmutzten Stadt zum Ausdruck – einen Traum, den er mit jedem Hanoier teilt. Im darauffolgenden Dahr2007 schuf Thao seine bekannteste Serie Lebende Fossilien, in die er 36 akribische Nachbildungen von Miniaturhäusern der historischen Straßen in transparenten Verbundstoff einhüllte, um das doppeldeutige Wesen von Konservierung auszudrücken. Der Erhalt, die Koexistenz von Alt und Neu, die Unstetigkeit des historischen Verlaufs – all diese philosophischen Leitsätze des Stadtlebens spiegeln sich in der Reihe Lebende Fossilien wieder und heben die Widersprüche in der rasanten Entwicklung Hanois hervor. In seiner aktuellen Installation Lebende Fossilien baute der Künstler Hanoier Fenster nach, um die Frage nach kulturellem Erbe und städtischen Träumen im Grenzbereich zwischen öffentlichem und privatem Raum aufzuwerfen.

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Vuong Van Thao wurde 1969 in Hanoi geboren. Er schloss 1995 erfolgreich sein Studium an der Universität der Schönen Künste in Hanoi ab. Seitdem zeigte er seine Arbeiten in sechs Einzelausstellungen in Hanoi und nahm an Gruppenausstellungen in Vietnam (Mehr: Rundreise Vietnam Kambodscha). Hong Kong, Singapur und den USA teil. Er war einer der Finalisten des Asian Arts Wettbewerbs (Signature Art Prize), der 2008 von dem Kunstmuseum in Singapur organisiert wurde. Thao arbeitet mit Oo-Papier. Öl- Mischtechnik und schafft Kunstobjekte und Installationen. Seine letzte Arbeit setzt sich mit dem Erhalt alter Stadtteile Hanois auseinander.

BÙI THẠC CHUYÊN INTERVIEW

Meiner Ansicht nach stellt das Chaos das stärkste Bindeglied zwischen Hanoi und der Kunst dar. Es gibt keine offensichtliche Ordnung. Nehmen wir zum Beispiel das Wetter. Man sagt, in Hanoi gibt es Frühling, Sommer, Herbst und Winter, aber meinem Empfinden nach gibt es in Hanoi nur zwei Arten von Wetter: Wetter, das uns müde macht und Wetter, das uns angenehm ist.
Ich empfinde das Wetter in Hanoi als das furchtbarste auf der ganzen Welt. Bevor die langen Stürme im Sommer kommen, wird die Luft zunächst sehr stickig und schlägt uns deshalb auf die Nerven. Es lässt manche sogar in Depressionen verfallen, besonders die Künstler. Folglich steht das Schaffen eines Künstlers in Hanoi unter dem Einfluss des Wetters und richtet sich mehr nach innen als anderswo, wird aber auch davon beflügelt und ist zumeist – wie das Wetter – nicht von Dauer.

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Die Unordnung dieser Stadt führt zu einem Zustand der Vergeistigung, der nicht vorhersehbar ist. Die Umgebung, die Menschen eingeschlossen, erscheint chaotisch und ohne Ordnung. Es gibt vielleicht keine andere Stadt auf der Welt, in der reiche und arme Menschen so eng zusammen leben, ohne Trennung ihrer Lebensbereiche. In einer der schönsten Villen in Hanoi kann einem Bettler ein Zimmer gehören.
Mittlerweile kommen Menschen aus aller Welt. Sie treiben in diese Stadt; viele bleiben und schaffen eine junge, lebendige und abwechslungsreiche Atmosphäre. Manche Künstler empfinden dies als inspirierend.
Die passende Bezeichnung für Hanoi lautet meiner Meinung nach «Fluss ohne Lenkung»
Die Vergangenheit hat keine Bedeutung für Hanoi, genau so wenig wie die Zukunft. Die von einer fließenden Natur beherrschte Stadt erscheint immer wieder neu. Das Wichtigste für Hanoi ist, dass nichts wichtig ist. Ob in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
Das typische Bild für Hanoi sind die Sandbänke im Roten Fluss (Mekong Flusskreuzfahrten). Der angeschwemmte Schlick versandet auf der einen Seite, während die andere Seite der Sandbank ausgewaschen und unterspült wird. Die Sandbank in der Nähe Hanois ist nah und doch fern – ist uns vertraut und gleichzeitig auch fremd. Das ist der Geist Hanois.
Ich mag den Westsee (Ho Tay), insbesondere am Morgen. Ich mag es, den See mit Blick auf die Lotusblumen zu umfahren. Sie vermitteln mir im Wechsel der vier Jahreszeiten unterschiedliche Stimmungen.

VŨ DÂN TÂN

Seine Fähigkeit zu abstrahieren wird in allen Werken Vu Dan Tans deutlich. In seinem Wunsch, den Kunstbegriff zu erweitern, lässt sich Tan in seinen komplexen Untersuchungen über Form und Raum immer von seinem bevorzugten Wort Dostojewskis leiten: „Schönheit wird die Welt retten“. Vu Dan Tan hat einmal in einem Interview mit dem Kurator Beth Gates gesagt, dass Musik für ihn wie Architektur sei; offensichtlich folgt sie bestimmten Regeln, ist aber auch abhängig von der Fantasie des Schaffenden. Musik baut mit ihren Klängen und Strophen ein visuelles Bild auf, vergleichbar einem Gebäude, bleibt aber leicht und fließend. In der Klanginstallation Ein Tag Wnd Tans Leidenschaft für die Visualisierung des Unsichtbaren und Sichtbaren mit seinen eigenen Klavierimprovisationen – die von der Kreativität des Klangarchitekten zeugen – zum Ausdruck gebracht und verbunden mit dem wirklichen Hanoi (Mehr: Halong Bucht Vietnam), der Straße vor dem Studio des Künstlers, der Hang Bong Straße 30. Tan experimentierte in sehr weit gehender Weise mit seinen Klangdarbietungen, oftmals auch nur für sich selbst und verzichtete auf das Publikum, um eine Art privaten öffentlichen Raum zu entwerfen. Bei einem dieser Experimente hängte er einen alten chinesischen Lautsprecher auf, der seine eigenen Klavierkompositionen übertrug, oder sang direkt auf der Straße, um so sein privates Studio auf die belebte Hang Bong Straße auszuweiten. Er beobachtete auch die Reaktionen der Menschen auf der Straße, um zu sehen, was sie mehr beeindruckte, der feine Klang seines deutschen Klaviers oder die metallische Musik aus den benachbarten Geschäften. In Vu Dan Tans Klanginstallation Ein Tag wurde ein Tag in dem akustischen Leben der Hang Bong mit begleitender Improvisation aufgenommen.
Vu Dan Tan (1946, Hanoi – 2009. Hanoi) war als Künstler Autodidakt. In den 1970ern arbeitete er im Hanoi Television Cartoon Film Studio und studierte anschließend von 1973 bis 1974 das Produzieren von Cartoons in Kuba.
Vu Dan Tan gilt als einer der Wegbereiter der zeitgenössischen Entwicklungen in der vietnamesischen Kunst. Seit den frühen 90ern schuf er neben Malereien und Zeichnungen auch Kunstwerke und Installationen, in denen er Alltagsgegenstände verwendete. Er zeigte seine Arbeiten in 14 Einzelausstellungen in Vietnam (Vietnam Kambodscha Rundreise), Russland, Frankreich, Japan, Neuseeland und den USA und nahm an vielen internationalen Gruppenausstellungen in Australien, Japan, Deutschland, Hong Kong, Singapur und anderen Ländern teil. Außerdem komponierte er Musik und gestaltete Musik-Kunst-Performances. 1990 eröffnete er einen vom Künstler selbst geführten Ausstellungsraum – den Salon Natasha.

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VŨ BÍCH THỦY

Vu Bich Thuy bevorzugt düstere Farben. Mit ihrer von dunklen Tönen dominierten Farbpalette ihrer bevorzugten Farben Grün, Blau und Braun gelingt es ihr in abstrakten Gemälden, sowohl die Weite eines Reisfeldes, den Schatten eines Gartens oder den Rhythmus einer modernen Stadt als auch unterschiedliche Gefühle wie Kummer, Angst, Betroffenheit oder Ruhe, Neugierde und Spaß darzustellen.
Ihre kritische Sicht auf die Überbevölkerung und die rasche Expansion Hanois, die ein Ergebnis der wirtschaftlichen Entwicklung sind, hat sie in dem Bild New Hanoi zum Ausdruck gebracht. Häuser aus unterschiedlichen Zeiten und verschiedenster Stile drängen sich aneinander und scheinen bis zum Himmel zu reichen. Die Kombination ihrer gewohnt dunklen Farbtöne mit neblig hellen Akzenten veranschaulicht das städtische Chaos mit den für Hanoi typischen Stadtteilen, die dicht besiedelt sind und der Stadt dadurch den Charakter andauernder Bewegung, Wandlung und Veränderung verleihen.

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TRẦN NGUYÊN HIẾU

Tran Nguyen Hieu ist einer der wenigen vietnamesischen Künstler, der mit der Technik der Radierung arbeitet und der einzige, der dabei geblieben ist. Die meisten Radierungen, die Hieu während seiner langen Karriere hergestellt hat, zeigen die Städte Hoi An und Hanoi. Angezogen von der stillen Schönheit der historischen Straßen der Hauptstadt, hält Hieu ihre poetischsten Ecken und Szenen fest. In den späten 80ern begann er Skizzen (die später durch Fotografien ersetzt wurden) der alten Gebäude, Geschäfte, Pagoden, Straßenrestaurants, Cyclo-Fahrer und Straßenverkäufer anzufertigen. Obwohl der größte Teil seiner Werke in den 1990ern entstanden sind, hat der Künstler die Zeichen der beginnenden Veränderung der Post-Doi Moi-Stadt in seinen Stadtbetrachtungen nicht aufgenommen. Seine Stadtansichten sind zeitlos.

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Und diese zeitliche Unbestimmtheit verleiht Hieus Arbeit einen Hauch von Nostalgie. Mit einem feinen Empfinden für urbane Ästhetik, verbunden mit dem Bewusstsein der Kurzlebigkeit von Schönheit in der Kunst, schuf Tran Nguyen Hieu faszinierende Stadtbilder, die durch die Besonderheit der Radierung einen antik wirkenden Charme besitzen. Die traditionelle bildliche Darstellung in schwarz, weiß und grau, als solche bereits romantisch wirkend, ist oft verbunden mit der Darstellung von Regen, immer schon ein Symbol für Melancholie.
Tran Nguyen Hieu was born in Hanoi in 1955. He graduated from the Hanoi Fine Arts University in 1984. Hieu has devoted himself to printmaking and is the most prolific of those few artists producing etchings. He is a member of Vietnam Fine Art Association, from which he has been granted numerous prizes and awards. He has had solo exhibitions in Vietnam and USA and has participated in group exhibitions in Japan, Sweden, Norway and other countries. His favourite subject for his etchings and the Oil paintings which he began to do a decade ago is the ancient streets of Hoi An and Hanoi.

VŨ DÂN TÂN INTERVIEW

Hanoi hat nur 36 Straßen, aber dafür 360 Gassen & Sträßchen.
1. Sie sind der eigentliche Reichtum der Stadt. Weil sie keinen Regeln unterworfen sind, sind sie vielfältig, abwechslungsreich und entwickeln sich bedenkenlos. Würden sie einer Regel folgen, dann wären sie einer DNA Kette ähnlich.
Sie sind eine Folge der langen Geschichte und einer Realität geprägt von alltäglichen Überlebenskämpfen und vielem mehr, und am Ende stehen sie: unsere gewachsenen Gassen und Sträßchen.
Sie sind wie ein Irrgarten – eine Matrix – eine Höhle, eine Miniatur der chinesischen Großen Mauer in der Stadt. Jedes Mal, wenn ich an sie denke, an all die kleinen Gässchen, stelle ich wieder fest, wie sehr ich sie liebe.
Luu Quang Vu hat einmal gesagt: „An der Straße gibt es eine kleine Gasse, dort lebt auch mein Mädchen“
2. in meinen Augen sind Hanois Gassen und Sträßchen ein Zentrum öffentlicher Kunst, ein Museum der Bilder unter freiem Himmel und ein Klub der Kultur, den es so, nicht noch einmal gibt. Ich träume immer von einer Kunst der Gassen und Sträßchen in Hanoi, vergleichbar mit der Kunst der Höhlenmalerei aus Urzeiten.

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Stellen wir uns doch nur vor, neben diesen langen Wänden wachsen plötzlich ein paar riesige neue Türme aus Beton aus dem Boden. Genau da wäre dann der einzige Ort und nirgendwo sonst können wir die Wasser- und Luftkämpfe malen. Eine neue Richtung der Malerei ist in diesen Gassen verborgen. Zweifellos kann man dort die prachtvollsten Bilder entstehen lassen. Und wenn wir dann all diese Werke miteinander verbinden, bedeutet es gleichzeitig, dass wir die Gassen miteinander verbinden. Sie werden dadurch in ein großes Museum verwandelt und Hanoi wird ein einzigartiges Freiluft-Museum, das einzige in der Welt: ein Museum unter freiem Himmel. Wir können dann in einem Kunstmuseum leben, das die Natur uns geschenkt hat.
3. Wenn wir die oben genannten Punkte realisieren würden, wäre Hanoi ein Paradies für alle Künstler (Mehr: Halong Bucht Reisen). Wir hätten dann ein fruchtbares Land für Kunst und Kultur, wie ich es mir noch nicht ausmalen kann. Aber ich weiß, hinter all dem wird noch eine neue Kunst, die Kunst der Gassen, geboren.
Die Geissen und Sträßchen werden uns sagen, dass, wenn wir sie lieben, sie schützen und pflegen, sie unglaublich reichhaltig und originell sein werden – und uns stolz sagen lassen: dass wir im 21. Jahrhundert eine Kunst der Gassen gehabt haben, voller Gefühle und voller Zuneigung der Hanoier.

TRẦN MẠNH ĐẠT

Als Autodidakt, setzte Tran Manh Dat die Fotografie ein, um seine emotionale Bindung an seine Wahlheimatstadt Hanoi einzufangen. Dats Fotografien zeigen Räume der Stille und der Ruhe in der Stadt, die zunehmend mobil, motorisiert und unberechenbar geworden ist. Sein nostalgischer Blick richtet sich auf die typische Architektur Hanois, die im Begriff ist zu verschwinden. Die heutige Stadtlandschaft mitsamt ihrer technologischen Infrastruktur dringt in seine Bilder kaum ein. Er wählte das Vertraute, die alltäglichen Gegenstände und die romantischen Stadtlandschaften, die Hanois architektonisches Erbe zeigen, als Bildmotive. Seine Fotografien vermitteln ein spezifisches Verständnis der Formensprache von Hanois urbanem Charakter, sichtbar gemacht an den Details von Dingen und von Orten.
Tran Manh Dat (1957-2007) wurde in der Provinz Nam Dinh geboren und lebte die meiste Zeit seines Lebens in Hanoi. Er arbeitete einige Jahre als Graphikdesigner im Bauministerium und für das Filmstudio Nummer 4. danach im privaten Bereich und begann 1990 sich autodidaktisch mit der Fotografie zu beschäftigen. Er baute eine beeindruckende private Bibliothek über Fotografie und Kunst auf und sammelte eine beachtliche Anzahl fotografischer und künstlerischer Arbeiten.
Tran Manh Dats Fotografien wurden zum ersten Mal 1993 in Hanoi ausgestellt und im Anschluss daran in Ho Chi Minh Stadt, Singapur (Einzelausstellung), Laos (Laos Kambodscha Vietnam Reiseführer), Kanada und den USA gezeigt.

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BRIAN RING + SƠNX (NGUYỄN XUÂN SƠN)

Brian Ring ist ein Meister im Inszenieren von Kontrastpositionen: konzeptionell, psychologisch und formal. Das erste seiner zwei hier präsentierten Videos wurde 2005 für die Eröffnungsausstellung des L’Espace Gebäudes in Hanoi von der Kuratorin der Veranstaltung „Buddha in the City“ Ea Sola ausgewählt. Das flüchtige und fließende Bild des Buddhas, der ein Symbol für Ruhe, Beständigkeit und Ewigkeit ist, erscheint auf der Straße der Hauptstadt und steht dem scheinbar endlosen Strom des Lebens der modernen Stadt gegenüber. Nur in der apathisch wirkenden Gelassenheit der Straßenverkäuferinnen lässt sich eine ähnliche Ruhe ablesen. Geschützt vom Buddha unterscheidet sich ihre innere Welt von der Hektik und Schnelligkeit der Straße. In diesem Video nutzt Ring, wie auch in seinen anderen Arbeiten, keine Narration als Ausgangspunkt, sondern entwickelt die Komposition aus Gegensätzen heraus. Das zweite Video in dieser Ausstellung, das ursprünglich für das New Music Meeting (Hanoi und HCMC, Oktober 2009) und die One Face Reihe von SonX produziert wurde, beschreibt Ring als „ein Stück, das sich auf die aktuellen wirtschaftlichen Vorgänge in Vietnam bezieht >>>Vietnam Kambodscha Reisen. Während sich die Städte ausdehnen und die Wirtschaft anwächst, wird zunehmend landwirtschaftliche Nutzfläche von Bauunternehmern erworben, die Industrie-, Wohnungs- und Freizeitanlagen, wie beispielsweise Fabriken, Apartmenthäusern und Golfplätzen bauen. Eine Folge davon ist eine starke Abwanderung aus den ländlichen Gebieten in die Stadtregion, wo die Menschen oft jedoch nur schlechte Dobs finden.“
Brian Ring wurde 1950 in Kanada geboren und lebt seit 1996 in Hanoi. Er begann seine künstlerische Tätigkeit als Keramikkünstler.
Von 1985 bis 1995 lebte und arbeitete er in Deutschland und Korea. Ende der 90er begann Ring mit digitalen Bildern, Installationen und Video zu arbeiten. Zu seinen Ausstellungen in Hanoi gehörten Einzelausstellungen im Salon Natasha und l’Espace. Ebenso Gruppenausstellungen im Goethe-Institut, Nha San Duc und Studio Dao Anh Khanh. Er arbeitet als Videokünstler in Zusammenarbeit mit den Choreographen und Musikern für zeitgenössische Musik und Tanzaufführungen: Ea Sola. Kim Ngoc. Tri Minh. Vu Nhat Tan and SonX. Vor drei Dahren gründete er HanoiGrapevine.com. die größte Ontine-Plattform zu kulturellen Veranstaltungen in Vietnam.
Nguyen Xuan Son ist in Vietnam als Improvisation- und Performancekünstler bekannt. Er absolvierte ein Studium in traditioneller Perkussion an der Hochschule für Theater und Film Hanoi und wurde 1992 mit dem ersten Preis des nationalen Wettbewerbs für traditionelle Instrumente ausgezeichnet.
Als Hauptperkussionist arbeitete er bei den wichtigsten Cheo Ensembles. Seit einigen Jahren experimentiert er mit verschiedenen Kombinationen von traditionellen und elektronischen Instrumenten, sowie mit Computern auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Er komponiert und tritt bei improvisierten Konzerten mit lokalen und internationalen Künstlern auf.

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PHẠM TOÀN INTERVIEW

Was ist Ihrer Meinung nach die Beziehung zwischen Hanoi und Kunst? Ist Hanoi „eine Stadt der Kunst“? Was bedeutet diese Formulierung?
Ist Hanoi eine „Stadt der Kunst“? Woher stammt überhaupt die Aussage, dass Hanoi eine „Stadt der Kunst“ ist? Und andere Städte der Welt sind keine Städte der Kunst? Kunst bezieht sich immer nur auf die Künstler selbst, auf die Kunstschaffenden, nicht auf Phrasendrescher. Aber gibt es eine Beziehung zwischen Hanoi und Kunst? Ich sehe eine Verbindung zwischen Hanoi und Kunst nur, wenn es Künstler gibt, und viel wichtiger dabei ist die Frage, ob sie freie Künstler sind.
Wenn Sie über Hanoi in der Vergangenheit und in der Zukunft nachdenken, was ist für Sie in Hanois Vergangenheit wichtig und was glauben Sie, wie Hanoi sich verändern wird?
Denke ich an Hanoi in der Vergangenheit, sehe ich eine ruhige Stadt, umgeben von friedlichen Reisfeldern und stillen Plätzen, wo wir als Pfadfinder zelteten und „grand jeu“ spielten. Wichtig an Hanois Vergangenheit ist die höfliche Art des Umgangs miteinander: Die Menschen waren damals nicht unhöflich, aggressiv oder gierig wie heute in der selbsternannten Hauptstadt der Intellektuellen und Künstler auf Weltspitzen-Niveau. Die Menschen, von denen ich hier spreche, umfassen 99 Prozent der derzeitigen Einwohner Hanois. Menschen, die in schlechten Verhältnissen leben, sind weniger unhöflich, aggressiv und gierig im Vergleich zu denjenigen, die den Mächtigen zur Hand gehen, und den Neureichen.
Deshalb würde ich als das klassischste Bild Hanois den Stift und das Tintenfass am Eingang des Ngoc Sdn Tempels wählen. Warum? Weil dieses Symbol die Menschen daran erinnern würde, ihren wahren kulturellen Horizont zu erweitern, anstatt falsche Diplome, soziale Positionen und weitere falsche Werte zu verfolgen.
Was ist Ihr Lieblingsort in Hanoi? Was macht ihn so besonders?
Um die Wahrheit zu sagen, gibt es für mich keinen Lieblingsplatz in Hanoi. Warum? Weil alle besonderen Orte in Hanoi – die, die mich zum Träumen brachten – nicht mehr existieren. Zum Beispiel ging ich früher alleine mit Freunden zum Friedhof. Der Friedhof war damals ruhig, sauber und schön. Heute ist der Vän Dien Friedhof sehr schmutzig. An Orten wie Vän Dien oder dem Thanh Tifctc oder dem Bat Bat kannst du keine Ruhe mehr finden. Sobald du dahin kommst, fangen Leute an auf aggressive Weise Ärger zu machen, um Geld von dir zu bekommen.
Bitte erzählen Sie uns am Ende noch alles über Hanoi, was Sie uns gerne mitteilen möchten. Erfahrungen, Ideen für Hanoi oder die wichtige Rolle, die diese Stadt in der vietnamesischen Kunst spielt.
Diese Nation und die Bewohner seiner Hauptstadt müssen neu erzogen werden, bevor an Kultur und Kunst zu denken ist.

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P_ART GROUP

Stadtplanung ist eigentlich kein Thema für Künstler. Trotzdem entschloss sich die Künstlergruppe P_art, sich in einem Projekt und einer Ausstellung direkt mit der Stadtentwicklung Hanois zu beschäftigen. Dieses Projekt, durchgeführt 2006-2007, hatte zum Ziel, die kreativen und künstlerischen Aspekte der Stadtplanung Hanois und seiner Stadtlandschaft hervorzuheben. Für vietnamesische Künstler ist es relativ neu, direkt mit der Kommune und verschiedenen sozialen Gruppen der Stadt zusammenzuarbeiten. Auch dadurch wurde dieses Projekt innovativ und wichtig. Die Künstler der Gruppe P_art interviewten junge Menschen, die in Hanoi lebten (250 Menschen unter 35 Jahren, aus verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen) und baten sie, ihre persönlichen Visionen auszudrücken, wie die Zukunft Hanois aussehen könnte und ihre Träume und Wünsche hinsichtlich der Stadtplanung und der sozialen und kulturellen Aspekte des Lebens in der Stadt zusammenzufassen. Die Gedanken der jungen Einwohner Hanois wurden dokumentiert und dem Publikum in Form einer Videoausstellung vorgestellt. Die Gesprächspartner hatten sehr klare Vorstellungen davon, wie das Bild der Hauptstadt sein sollte oder sein könnte – und wie das Leben hier eines Tages erlebt werden kann. Ihr Verlangen nach einer neuen und besseren städtischen Umwelt wurde insbesondere durch den Wunsch, negative Einflüsse der rasanten Urbanisierung zu reduzieren, motiviert. Egal ob über Architektur oder Transportwesen, neue Technologien oder Umwelt gesprochen wurde, das Bedürfnis der jungen Teilnehmer nach Glück und Erfolg beeinflusste ihre Zukunftsentwürfe von einem besseren Leben in der Stadt.

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P_art war von 2006-2008 eine Projektgruppe bestehend aus sechs Künstlern: Do Tuan Anh. Luu Vu Long, Nguyen Xuan Long, Le Quy Tong, Vuong Van Thao und Ha Manh Thang. Laut ihrer Selbstbeschreibung war die Idee der Gruppe P_art. ein kooperatives Arbeitsumfeld für Hanoier Künstler zu schaffen: „P_art ist der Versuch eine neue, unkonventionelle Kunstkreation und Ausstellungsplattform zu entwickeln, von der zu erwarten ist. dass sie offener, freundlicher und flexibler ist als die bereits existierenden Modelle der Kunstateliers. Kunstgalerien und kulturellen Begegnungszentren.” Diese Art von Kooperation oder Künstlervereinigung ist untypisch für Vietnam (Mehr: Vietnam und Kambodscha beste Reisezeit) und auch diese war kurzlebig. Das wichtigste Projekt von P_art war die Ausstellung 5000 Ho Guom 2007 im Kunstmuseum Vietnam. Sie war ein wichtiger Kunstdialog mit jungen Menschen und eine neue Möglichkeit, existierende städtische Entwicklungen im künstlerischen Dialog aufzugreifen.